Patrick VolknantVon

Sberbank angeblich stärkste Marke Russlands

Die britische Consulting-Organisation Brand Finance hat eine Einschätzung russischer Marken veröffentlicht. Das Finanzinstitut Sberbank belegt den ersten Platz. Dies berichtet die Nachrichtenagentur TASS.

Jedes Jahr veröffentlicht Brand Finance einen Bericht über den Zustand russischer Marken. Die in London ansässige Firma berät Unternehmen darin, wie man von einer guten Markenstrategie profitieren und eine solche umsetzen kann. Die herausgegebene Broschüre enthält eine von den Beratern erstellte Liste der ihrer Untersuchung nach 50 stärksten Marken Russlands.

Zustande kommen die Bewertungen, laut der Broschüre, durch das Einkalkulieren unterschiedlicher Faktoren. Diese umfassen unter anderem die derzeitige finanzielle Leistung der Unternehmen, frühere Einnahmen und Wachstumsraten, aber auch Attribute wie “emotionale Bindung”.

Sberbank mit guter Vermarktung

An erster Stelle der Liste steht die teilstaatliche Sberbank, welche ihren Markenwert im Vergleich zum letzten Jahr um 23 Prozent auf rund 570 Milliarden Rubel steigern konnte. Dem Bericht zufolge habe die Bank in der Vermarktung ihres Images eine gute Balance zwischen durchdachtem Wirtschaften und ambitionierter Risikobereitschaft gefunden.

Hierdurch habe sie sich den Ruf erarbeitet, eine „junge, innovative, technologische Bank“ zu sein, die modern und international agiere. Die Marke Sberbank befinde sich innerhalb Europas auf Platz sechs sowie auf Platz 24 im internationalen Vergleich.

Platz zwei bis zehn größtenteils mit Verschlechterung

Auf Rang zwei bis fünf der erfolgreichsten russischen Marken folgen die Erdölunternehmen Gazprom, Lukoil und Rosneft sowie der im Einzelhandel tätige Konzern Magnit. Im Gegensatz zur Sberbank verzeichnen diese jedoch – soweit erfasst – keinen Wachstum in ihrem Markenwert, sondern vornehmlich Einbrüche.

So fällt die Marke Lukoil um 30 Prozent, und auch Gazprom büßt im Vergleich zum letzten Jahr 6 Prozent ein. Ebenso stellt es sich auf den Plätzen sechs bis zehn dar. Diese werden belegt vom Ergaskonzern Surgutneftegas, dem Logistikunternehmen Russian Railways, der VTB Bank, der Telekommunikationsfirma MTS und Tatneft, einem weiteren Energiekonzern.

Tittelbild

Quelle: Rudolf Simon, Sberbank Building Moscow, Size changed to 1040x585px., CC BY-SA 3.0 

Patrick Volknant
Über den Autor

ist Autor bei Ostexperte.de.

Der freie Journalist studierte Germanistik und Philosophie in Freiburg und Leipzig.

 

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