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Putin lobt russisch-usbekische Wirtschaftsbeziehungen

Der russische Präsident Wladimir Putin sagte bei einem Treffen mit seinem usbekischen Amtskollegen Shavkat Mirziyoyev, dass sich die bilateralen Handels- und Wirtschaftsbeziehungen zwischen Russland und Usbekistan gefestigt hätten und in einigen Industriezweigen schon ein deutliches Umsatzwachstum erkennbar sei.  

Bei dem Treffen merkte Putin an, dass sich die Beziehung zwischen beiden Ländern auf einem neuen Entwicklungsstand befinden. An seinen Amtskollegen Mirziyoyev gewandt, erwähnte der russische Präsident, dass sich Russland zu den intensiven Wirtschafts- und Handelsbeziehung bekenne und diesen schon immer viel Achtung entgegengebracht habe.

Zudem bekräftigte der russische Präsident, dass die wirtschaftlichen Verflechtungen beider Länder von jeher auf einem hohen Level waren, das momentane Wachstum jedoch in einer atemberaubenden Art und Weise von statten gehe.

Konsumgüterwirtschaft und Agrarindustrie

Im Weiteren sprach Putin sowohl über die Konsumgüterwirtschaft, als auch über die Agrarindustrie. So erwähnte das russische Staatsoberhaupt, dass sich die Handelsumsätze in der der Agrarwirtschaft verdoppelt hätten. Demnach würden beide Länder auf politischer Ebene eine konstanten Dialog führen und ihre Beziehungen in Fragen der Sicherheit intensivieren.

In diesem Zusammenhang unterstrich Russland die wichtige geographische Lage Usbekistans. Zudem verwies man auf mögliche Auswirkungen durch Spannungen in angrenzenden Nachbarländern, insbesondere auf die aktuelle Lage in Afghanistan.

Wertmäßiger Handelsumsatz gestiegen

Zu Beginn des Treffens bedankte sich Wladimir Putin beim usbekischen Präsidenten für dessen Besuch in Russland. Um die besondere Entwicklung der wirtschaftlichen Beziehungen beider Ländern hervorzuheben, verwies Putin auf einige Kennzahlen, die für dieses Treffen vorbereitet wurden. So stieg der Import usbekischer Güter aus dem Agrarsektor (Früchte und Gemüse) nach Russland im Jahr 2016 wertmäßig um 92 % auf 114,2 Millionen US-Dollar, sank jedoch mengenmäßig um 2,3 % auf 142.800 Tonnen.

Im Allgemeinen lässt sich aber festhalten, dass das mengenmäßige Volumen der russisch-usbekischen Handelsumsätze letztes Jahr um 1 % gestiegen ist (während russische Exporte leicht sanken, stiegen die Importe aus Usbekistan um 55,4 %). In Bezug auf den wertmäßigen Handelsumsatz zwischen beiden Ländern lässt sich festhalten, dass dieses im Jahr 2016 um 3,9 % auf 2.726 Milliarden US-Dollar gesunken ist.

Öl- und Gasverträge

Zusammen wurden von den Vertretern Russlands und Usbekistans Verträge im Wert von 15 Milliarden Dollar unterzeichnet. Die Abmachungen umfassten rund 40 Dokumente und beinhalten unter anderem Übereinkünfte bezüglich des bilateralen Energiehandels, in denen sowohl der Export russischen Öls als auch der Import usbekischen Erdgases geregelt wird.

So unterschrieb Gazprom-Chef Alexei Miller einen entsprechenden Vertrag für den Gaserwerb aus Usbekistan, der sich zunächst auf fünf Jahre belaufen soll. Der russische Energiekonzern und seine usbekischen Partner sprachen außerdem über eine gemeinsame Ausbildung ihres Personals sowie die geologische Erkundung und industrielle Erschließung neuer Gebiete Usbekistans.

Titelbild

Meeting with Prime Minister of Uzbekistan Shavkat Mirziyoyev (September 2016). Quelle: Kremlin.ru

Über den Autor

ist freier Autor bei Ostexperte.de.

Derzeit studiert Emmert den Bachelor-Studiengang „International Management Eastern Europe“ an der FH Ludwigshafen. Im Rahmen eines Programmes des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) absolviert er ein Praktikum im Marketing & Sales bei RUFIL CONSULTING in Moskau.

Zuvor studierte er an der Polytechnischen Universität in Sankt Petersburg. Neben Deutsch und Russisch spricht er auch Spanisch und Englisch.

 

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