Patrick VolknantVon

Russische Wirtschaft profitiert vom Erstarken des Rubels

Die russische Währung gewinnt seit rund einem Jahr an Wert. Der Anstieg zeigt sowohl Auswirkungen auf die russische als auch auf die europäische Wirtschaft. Dies berichtet derStandard.at.

Der Rubel profitiert in der letzten Zeit besonders von der allgemeinen Stabilisierung der Rohstoffpreise, wobei insbesondere Öl- und Gaspreise großen Einfluss ausüben. Während man Anfang 2016 für einen Euro noch 80 Rubel erhalten konnte, waren es vergangenen Monat nur noch ungefähr 60. Die Russen bekommen also insgesamt mehr für ihr Geld, als dies noch vor einem Jahr der Fall war.

Russische Importe steigen

Dieser Umstand wirkt sich spürbar auf die Kaufkraft und -lust der russischen Bevölkerung aus, die vermehrt ihr Geld in Umlauf bringt und investiert. Vor allem die russischen Importeure, deren Geschäft zu Beginn letzten Jahres noch gelitten hatte, profitieren hiervon.

So konnte das Defizit des ersten Halbjahres 2016 von 8,9 Prozent durch den Kursaufschwung bis zu Jahresende nivelliert werden. Trotz der europäischen Wirtschaftssanktionen ging letztes Jahr der Import im Vergleich zu 2015 um nur 0,4 Prozent zurück.

Auch Europa profitiert

Die stabilen Importwerte kamen und kommen insbesondere dem europäischen Export zu Gute, da Europa nach wie vor der wichtigste Handelspartner Russlands ist. Und auch im noch jungen 2017 scheint sich der Trend erst einmal fortzusetzen. Großen Anteil daran hat der Verkauf von Maschinen und technologischen Geräten, an denen die russischen Importeure vorwiegend Interesse zeigen.

Ölpreis entscheidet über Zukunft

Ob der Rubel seinen Trend und die jüngsten russischen Importwerte ihren Anstieg aufrecht erhalten können, hängt allerdings entscheidend von der weiteren Entwicklung des Ölpreises ab. Dieser schwächelt in den jüngsten Zahlen und die Prognosen zu seiner künftigen Entwicklung gehen auseinander.

Patrick Volknant
Über den Autor

ist Autor bei Ostexperte.de.

Der freie Journalist studierte Germanistik und Philosophie in Freiburg und Leipzig.

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Hans r. KERN

Hans r. KERN DESIGNS Die EU Sanktionen sind in den Verträgen von Lissabon Überhaupt nicht vorgesehen, völkerrechtlich also rechtswidrig. Eine entsprechende Gegendarstellung ist erhoben, allerdings ohne Antwort geblieben. Herr Task ist eine Zumutung.

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