Thorsten GutmannVon

Massenumsiedlung in Moskau – so sehen die Ersatz-Wohnungen aus

Die Stadt Moskau plant eine der größten Massenumsiedlungen der Geschichte. Besucher des Moscow Urban Forum dürfen Prototype der Ersatz-Wohnungen von innen besichtigen.

Über eine Million Moskauer sind vom Abriss von Wohnhäusern aus der Chruschtschow-Ära betroffen. Inzwischen gibt es kein Zurück: Die Staatsduma hat den Gesetzentwurf zum Renovierungsprogramm in dritter und letzter Lesung verabschiedet. Und 90 Prozent aller Hausbewohner unterstützen den tausendfachen Abriss der baufälligen Plattenbauten.

Trotzdem gilt das Großprojekt als umstritten. Am 14. Mai versammelten sich 20.000 Bürger zum Protest (Video-Luftaufnahme). Die Menschen sind besorgt, unzureichenden Ersatz zu erhalten. Der Vize-Bürgermeister für Stadtentwicklung und Bauentwicklung, Marat Chusnullin, versicherte auf einer Pressekonferenz im Zuge des Moscow Urban Forum eine „adäquate Entschädigung“.

Auf dem WDNCh-Gelände können derzeit Prototype der Ersatz-Neubauten besichtigt werden. Wir waren für Sie vor Ort und haben einige Fotos geschossen: 

Vor den Häusern sollen auch Spielplatz-Anlagen für Kinder entstehen.

 

TV- und Internet-Anschluss gehört zum festen Repertoire.

 

Eine Einbauküche soll den betroffenen Hausbewohnern bereitgestellt werden.

 

Die Fläche einer Ein-Zimmer-Wohnung beträgt 37,9 qm.

 

Die Behörde für Stadtbau empfiehlt den Bürgern, den Showroom auf dem WDNCh-Gelände in Moskau zu besichtigen.

 

Auf dem Moscow Urban Forum 2017 wurden zwei Etagen der geplanten Neubauten präsentiert.

 

Für den Bau sollen ausschließlich inländische Materialien und Technologien verwendet werden.

 

Die Küche bietet Platz für eine kleine Essnische.

 

In fast jedem Raum ist ein großes Fenster vorhanden.

 

Architekten aus verschiedenen Ländern werden an der Projektierung beteiligt.

 

Fotoquelle

© Thorsten Gutmann

Thorsten Gutmann
Über den Autor

ist Chefredakteur von Ostexperte.de.

Zuvor war er Autor der Moskauer Deutschen Zeitung und Online-Redakteur der Berliner Zeitung und des Berliner Kuriers.

 

Hinterlasse einen Kommentar!

avatar
wpDiscuz