Christopher BraemerVon

Bionorica steigert Marktanteile in Deutschland und Russland

Die Bionorica-Gruppe erzielte im abgelaufenen Geschäftsjahr 2016 einen vorläufigen Netto-Umsatz von knapp 254 Mio. Euro und damit eine Steigerung von rund 3 Prozent zum Vorjahr. Dies geht aus einer Pressemitteilung des bayrischen Naturarznei-Herstellers hervor.

Wechselkursbereinigt liegt der Reingewinn sogar bei rund 304 Millionen Euro. Das entspricht einem Plus von circa 30 Prozent seit 2014.  Auch wurden 2016 erneut vier Prozent mehr Mitarbeiter eingestellt. Ende 2016 beschäftigte Bionorica insgesamt 1.532 Mitarbeiter.

Russland, Ukraine und Polen mit Umsatzplus

In Russland konnte der Marktanteil, gemessen am Apothekenabverkauf nach Absatz in Packungen, auf 8,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum gesteigert werden. Hier führen Canephron, Sinupret und Mastodynon die Liste der von den Ärzten am meisten verschriebenen Präparate mit deutlichem Abstand an.

Auch in der Ukraine (+12,9 Prozent), Polen (+ 31,8 Prozent) und Österreich (+9 Prozent) konnte Bionorica überproportional zum Markt wachsen. „Besonders stolz sind wir auf die Entwicklung in Russland und der Ukraine. Hier konnten wir in sehr schwierigen Zeiten durch eine sehr moderate und auf Nachhaltigkeit ausgerichtete Preispolitik gemeinsam mit unseren Partnern erfolgreich durch die Krise navigieren“, sagte der Vorstandsvorsitzende Michael Popp.

Neues Werk in Woronesch geplant

Im Frühling 2016 wurde angekündigt, in diesem Jahr eine Produktion im zentralrussischen Woronesch aufbauen zu wollen (Ostexperte berichtete). Mit etwa 100 geplanten Mitarbeitern in Woronesch sollen neben Russland auch Kasachstan und Weißrussland beliefern werden, also Mitglieder der Eurasischen Wirtschaftsunion.

Die Kosten für den Aufbau der Produktion sollen sich nach Informationen des Handelsblatts (kostenpflichtig, Blendle) auf 20 bis 30 Millionen Euro belaufen. Bislang hat Bionorica ausschließlich einen Vertriebsstandort –in Moskau. Rund 200 Menschen sind dort beschäftigt. Produziert wird bisher ausschließlich im bayrischen Neumarkt in der Oberpfalz.

Zweiter Umsatzrekord in Folge

2015 konnte das Unternehmen einen Umsatzrekord vermelden: 244,3 Millionen Euro betrug der Netto-Umsatzerlös. Um Währungseinflüsse bereinigt legte der Konzern sogar um 16,5 Prozent im Vergleich zu 2014 zu und machte einen Umsatz von 270,8 Millionen Euro.

Im bisher besten Jahr 2013 kam mit 78 Millionen Euro rund ein Drittel des Umsatzes dem wichtigsten Auslandsmarkt Russland. 2015 waren es noch knapp 66 Millionen Euro – ein Viertel des Gesamtumsatzes.

 

Christopher Braemer
Über den Autor

ist Wirtschaftsredakteur der Moskauer Deutschen Zeitung.

Zuvor arbeitete er u.a. als freier Journalist für Nordkurier und Mitteldeutsche Zeitung. Er studierte Politik und Wirtschaft an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg sowie Osteuropastudien in Bologna und Sankt Petersburg.

 

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